Finanztipp365

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In Deutschland lebt jeder zweite Bürger zur Miete. Die eigenen vier Wände haben einen hohen Stellenwert im Leben und eine beachtlichen Anteil an der Zufriedenheit und der Lebensqualität. Leider haben Streitigkeiten vor Gericht, die in den Bereich Mietrecht fallen ebenfalls einen sehr hohen Stellenwert und können daher besonders ärgerlich für die Betroffenen sein. Die Mietkosten sind in der Regel eine der größten Kostenstellen der monatlichen Ausgaben und für diese hohen Kosten, erwarten die Mieter zu Recht entsprechende Qualität. In der Realität kommt es jedoch unglücklicherweise häufig zu Mietmängeln, die die Wohnqualität erheblich beeinträchtigen können. Wer daraufhin die Miete kürzt, riskiert nicht selten einen Rechtsstreit mit dem Vermieter. Der Ausgang eines solchen Rechtsstreites und die damit verbundenen Kosten, sind nicht vorhersehbar.
Neben Mängeln am Mietobjekt kommt es besonders häufig zu Streitigkeiten, welche die Betriebskosten beziehungsweise die Nebenkosten betreffen. Daneben können unzählige weitere Bereiche zu einem Streit zwischen Mieter und Vermieter führen, die letztendlich vor Gericht landen.
Ein Beispiel aus dem Alltag:
Ein Hundebesitzer bezieht eine neue Wohnung, in der Haustiere erlaubt sind. Die Nachbarn beschweren sich jedoch beim Vermieter, weil der Hund angeblich ständig bellt und so die Ruhe der Nachbarn stört. Der Vermieter ändert daraufhin den Vertrag und verbietet nachträglich Haustiere in seinen Mietobjekten. Nach weiteren Beschwerden durch die anderen Mieter, kündigt er dem Hundebesitzer den Mietvertrag und verlangt zudem vom Mieter Schadenersatz für die Mietminderungen, die die Nachbarn aufgrund der Lärmbelästigung veranlasst haben.
Der Mieter findet kurzfristig keinen adäquaten Ersatz für die Wohnung und legt Widerspruch gegen die Kündigung ein. Der Streit vor Gericht wird unausweichlich.
Ein weiteres Beispiel:
Ein Mieter bezieht eine neue Wohnung, die laut Vertrag eine Größe von 100qm haben soll. Erst Monate später stellt er beim Parkettlegen fest, dass die Wohnung nur eine Größe von 85qm hat. Er mindert daraufhin die Miete, kündigt fristlos den Mietvertrag und verlangt außerdem vom Vermieter eine Rückerstattung der Gesamtmiete von 15%. Der Vermieter sieht die Mietminderung als ungerechtfertigt an und zieht vor Gericht. Das Gericht entscheidet zwar, dass die Mietminderung gerechtfertigt ist, gesteht dem Mieter allerdings nur eine rückwirkende Erstattung von 5% zu. Außerdem sieht es die fristlose Kündigung als unrechtmäßig an. Der Mieter soll die Kosten für das Verfahren zu 60% tragen. Ein Rechtsschutzversicherung übernimmt diese Kosten in voller Höhe

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