Finanztipp365

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Wie wichtig eine Rechtsschutzversicherung sein kann, wird deutlich wenn man sich die zahllosen Situationen des täglichen Lebens vor Augen führt, die einen Rechtsstreit auslösen können.
Eine Person ohne Rechtsschutzversicherung wird betriebsbedingt gekündigt. Ob die Kündigung rechtens ist, kann der Betroffene selbst nicht klären. Der Gang zum Anwalt kann teuer werden, also verzichtet der Gekündigte aus Angst vor den Kosten auf Rechtsbeistand und akzeptiert die Kündigung. Zusätzlich weigert sich der ehemalige Arbeitgeber auch noch, der Person ein Arbeitszeugnis auszustellen. Auch in diesem Fall wäre der Gang zum Anwalt der einfachste Weg, seine Rechte zu wahren. Ohne Rechtsschutz verzichtet der Betroffene auch in diesem Fall auf Rechtsbeistand. Nach längerem Streit schafft er es, dass sein Arbeitgeber ihm doch das entsprechende Arbeitszeugnis ausstellt. Dieses ist jedoch voller Mängel und stellt den Arbeitnehmer in ein schlechtes Licht. Der Betroffene entscheidet sich nun doch dazu, einen Anwalt einzuschalten. Der Rechtsstreit erstreckt sich über einen langen Zeitraum und der Betroffene muss die Kosten zunächst in voller Höhe übernehmen. Als das Verfahren endlich beendet ist, bekommt er zwar ein angemessenes Arbeitszeugnis, doch seine Kündigung wird als rechtmäßig angesehen. Die Prozesskosten müssen zu einem erheblichen Teil vom Kläger selbst getragen werden.
Als der Betroffene nach Hause kommt, wartet schon die nächste Überraschung auf ihn. Der Handy-Provider hat eine Rechnung geschickt, die völlig überhöht ist. Der Kunde überlegt nach den gemachten Erfahrungen und Kosten, ob er diesmal überhaupt dagegen vorgehen oder die Rechnung einfach bezahlen soll. Als dann noch Mängel an der bezogenen Wohnung auftreten, die der Vermieter nicht beseitigen will, stellt sich für die Person erneut die Frage, ob es sich lohnt dagegen juristisch vorzugehen. Er entscheidet sich dagegen und akzeptiert sowohl die überhöhte Rechnung, als auch die Mietmängel. Erst als er am nächsten Tag in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, bei welchem sein PKW stark beschädigt wird, beschließt der Kunde endgültig eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Er hofft nun, dass die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers den Schaden reguliert und ihm ein angemessenes Schmerzensgeld für sein Schleudertraume zahlt. Die Rechtsschutzversicherung kann jedoch die bisher eingetretenen Fälle nicht mehr übernehmen, da sie nicht rückwirkend abgeschlossen werden kann.
Um in Zukunft für solche Situationen gerüstet zu sein, ist die Rechtsschutzversicherung unverzichtbar. Doch die Nachteile, die dem Versicherten bereits vorher entstanden sind, können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Es lohnt sich also frühzeitig einen entsprechenden Rechtsschutz abzuschließen.

Categories: Rechtsschutz

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