Finanztipp365

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Die Privathaftpflichtversicherung ist eine Versicherung, die im Falle einer Schädigung Dritter die im Vertrag geregelten Schäden bis zu einer bestimmten Deckungssumme übernimmt.
Im Alltag kann es schnell passieren, dass sie Personen unabsichtlich schädigen und für die verursachten Schäden haftbar gemacht werden. Fast immer ist die Situation für den Versicherten nicht vorhersehbar aber dennoch juristisch als Fahrlässigkeit einzustufen. Ein Beispiel aus dem Alltag wäre etwa der Sturz eines Fußgängers bei Glatteis. Für den Eigentümer eines Hauses gilt für den Bereich des Bürgersteiges, der an das eigene Grundstück grenzt eine Haftungsverantwortung. Obwohl zwar die allgemeine Glätte wetterbedingt ist, hat man als Eigentümer des Hauses die Pflicht den Gehweg vor dem eigenen Haus zu streuen und zu räumen um somit die Gefahr eines Sturzes zu vermeiden. Kommt es also zu einem Sturz eines Fußgängers wird der Eigentümer des angrenzenden Hauses im Zweifelsfall zur Verantwortung gezogen, weil der Tatbestand der Fahrlässigkeit als erfüllt angesehen wird. Die Kosten für eventuell aufgetretene Personenschäden sowie Sachschäden, etwa an einem Fahrrad oder der Kleidung des Klägers, müssen dann vom Schädiger übernommen werden.
Ein weiteres Beispiel aus dem Alltag wäre die Schädigung des Mobiliars von Dritten. Ein Brandloch an einer neuen Sitzgarnitur, dass durch eine kurze Unaufmerksamkeit mit einer brennenden Zigarette verursacht werden kann, wird schnell zu einem teuren Sachschaden. Hier haftet die Versicherung im Bereich Privathaftpflicht, genau wie in unzähligen ähnlichen Fällen schnell und unkompliziert.
Auch die Schäden, die von den Kindern verursacht werden, sind in der Regel in der Privathaftpflichtversicherung gedeckt. Ein Fenster, dass beim Ballspielen zu Bruch geht ist somit durch die Privathaftpflicht versichert und die entstandenen Kosten werden übernommen, sofern der Betrag höher ist als die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung. Für Familien sollte daher bei Vertragsabschluss darauf geachtet werden, dass alle Familienmitglieder vertraglich mitversichert sind. In der Regel sind Ehepartner und Kinder des Versicherten automatisch mitversichert.
Ohne eine umfassende Privathaftpflicht können Schäden schnell zu einer erheblichen Kostenfalle werden. Gerade bei Personenschäden, sind schwere Verletzungen oft mit empfindlichen Schadenersatzansprüchen verbunden, die für den Betroffenen ohne Haftpflichtversicherung schnell zu einer großen finanziellen Last, bis hin zu existenziellen Einschnitten führen können. Ohne Privathaftpflicht sind solche Personenschäden nicht versichert und der Betroffene haftet mit seinem Privatvermögen für die gesamte Schadenssumme.
Aber auch Sachschäden können schnell zu erheblichen Kosten führen, die vom Verursacher ohne Privathaftpflicht in voller Höhe ersetzt werden müssen. Im Fall der Fälle ist eine Privathaftpflicht somit eine unschätzbare Hilfe um sich vor unvorhersehbaren Ereignissen und deren finanziellen Folgen zu schützen.

Categories: Privathaftpflicht

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